Dremmen in Bildern


Stele
Am Ortseingang, auf dem Rondell des Kreisverkehres der Autobahnzufahrt (untere Erkelenzer Straße), Kreuzung der L 227 und der K 5, wurde am 04. Oktober 1997 vom Heimatverein eine Stele errichtet.
Die Stele zeigt auf ihren vier Seiten das historische Wappen des Schöffengerichtes Dremmen von 1559.

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Wappen
Das Wappen zeigt in der oberen Schildhälfte den stehenden Jülicher Löwen, in der unteren Hälfte eine gestielte Eichel mit zwei Blättern.

 

Bronzenes Schusterdenkmal
Im Jahre 2000 wurde vom Heimatverein an der Sebastianusstraße ein Schusterdenkmal errichtet.
Die Bronzefigur, die einen Schuster bei der Arbeit darstellt, erinnert an die alte örtliche Schumachertradition.

 

Friedenskreuz
1979 wurde das so genannte "Friedenskreuz" mit der Inschrift für eine glückliche Heimkehr aus Krieg wegen Baufälligkeit abgebrochen.
Nach der Reparatur durch den Verein der Heimatfreunde wurde das Kreuz an der Gabelung Eschstraße / Glockenlandstraße neu aufgestellt

Am Kreuz angebrachter Text:
O heiliges
Kreuz, sei uns gegrüßt,
das unser aller Hoffnung ist!
In harter Notzeit und nach
schweren Tagen der Heimat-
losigkeit errichtet zum Dank
für eine glückliche Heimkehr
und als Zeichen der Sühne
und des Friedens.
1947

 

 

Kreuz in der Gracht
An der Stelle, an der das Friedenskreuz stand, wurde 1980 durch den Verein der Heimatfreunde ein Kreuz mit überdachter Ummauerung errichtet.

 

 

 

Talmühlenstraße
Die schöne Anlage an der Talmühlenstraße mit 2 Mühlsteinen und einer Ruhebank wurde ebenfalls vom Verein der Heimatfreunde errichtet.

 

 

Alter Mühlstein
Der alte Mühlstein mit dem Bronze-Relief, das die alte Liecker-Heitzer Mühle zeigt, wurde vom Heimatverein im Jahre 2002 aufgestellt.

 

Das Vereinswappen
Das Vereinswappen zeigt das historische Wappenmotiv des Schöffengerichts Dremmen.
Bis 1794 gehörten außer Dremmen selbst auch  Hülhoven, Eschweiler,  Grebben, Oberbruch, Porselen, Horst und Uetterath zu diesem Gerichtsbezirk, der mit Sicherheit bis ins Ende des 14. Jahrhunderts zurückreichte.
Das Gericht war nicht nur die untere lokale Instanz der landesherrlichen Justiz, sondern nahm spätestens seit der Zugehörigkeit  zum Herzogtum Jülich (1484) auch öffentliche Angelegenheiten wahr, die heute als kommunale Aufgaben gelten.
Das Wappen zeigt in der oberen Schildhälfte den stehenden Jülicher Löwen, in der unteren Hälfte eine gestielte Eichel mit zwei Blättern.
Solche lokale Beizeichen finden sich auf vielen der um die Mitte des 16. Jahrhunderts im Herzogtum Jülich eingeführten Schöffensiegel der landesherrlichen Niedergerichte.
Für Dremmen ließ sich aus den lokalhistorischen Gegebenheiten klären, dass die Eichel mit großer Wahrscheinlichkeit als Symbol für die uralte Allmende (Gemeindewald) "Dremmener Busch" steht, bei der es sich um einen Eichenhochwald handelte, dessen letzte Bestände 1848 gerodet worden sind.
Sowohl der historische Hintergrund als auch die Verwendung durch die ehemalige Gemeinde Dremmen rechtfertigt es, das Wappen als Ortswappen zu klassifizieren, wenn ihm auch eine rechtliche Bedeutung nicht mehr zukommt.

 

Denkmale in Dremmen


 

Die Denkmalplaketten werden von den Denkmalbehörden der jeweiligen Bundesländer ausgegeben. Die Abbildung rechts zeigt die ‚Denkmalplakette in Nordrhein-Westfalen’ - wie am darin eingearbeiteten Landeswappen erkennbar.
Das Landeswappen in Schildform zeigt im grünen Feld einen Wellenbalken,
im roten Feld ein springendes Ross und unten eine rote Rose.

Der Wellenbalken symbolisiert den Niederrhein, das Sachsenross steht für Westfalen, die Lippische Rose erinnert an das Land Lippe, das nach dem Zweiten Weltkrieg seine Selbstständigkeit als Freistaat aufgeben musste.

Die Denkmalplakette wird zur Kennzeichnung der in den amtlichen Denkmallisten eingetragenen denkmalgeschützter Häuser, Gärten oder Fundstätten genutzt, um auf besonderes denkmalpflegerisches Engagement oder den erfolgreichen Abschluss von Restaurierungs- oder Konservierungsmaßnahmen hinzuweisen.

Im Stadtgebiet Heinsberg befinden sich 109 denkmalgeschützte Objekte. Aus der von Bernd Limburg (Wegberg) bearbeiteten Veröffentlichung mit den lfd. Nr. der Denkmal-Liste (Stand Sept. 2010) hat der Verein der Heimatfreunde Dremmen e.V.

die 13 denkmalgeschützten Objekte
in Dremmen
zusammengestellt (Auflistung dazu am Blattende).

 

 

1. Kath. Pfarrkirche St. Lambertus
Dreischiffige Backstein Kirche mit fünfgeschossigem Backstein - Westturm versehen mit Eckquadern. Erbaut 1834 / 1835 von Baumeister Joh. P. Cremer. Westturm um 1500 erbaut, Obergeschoß und Helm aus dem 18. Jahrhundert.

 

2. Kapelle in Dremmen-Herb

Backtein, mit erneuertem Dachreiter, erbaut um 1900.

 

 

3. Wegekreuz Erkelenzerstr./Schusterweg

Blaustein mit Metallkorpus, von 1894

 

 

 

 

 

4. Hofanlage Jägerstr. 2
Vierflügelige Backstein - Hofanlage, Wohnhaus zweigeschossig zu 2 Achsen, Nebengebäude mit Toreinfahrt aus 1862
lt. Ankersplinte (Befestigungseisen).

 

 

 

 

5. Hofanlage Jägerstr. 6
Vierflügelige Backstein - Hofanlage, zweigeschossig zu vier Achsen und Torachse
aus 1866 lt. Ankersplinte (Befestigungseisen).

 

 

6. Hofanlage Jägerstr. 10
Fassade der vierflügeligen Backstein - Hofanlage
aus der Mitte des 19. Jahrhundert, Wohnhaus
zweigeschossig zu drei Achsen.

 

7. Hofanlage in Dremmen Jägerstr. 43
Vierflügelige Backstein - Hofanlage,
Wohnhaus zweigeschossig zu fünf Achsen,
Tür- u. Fensterbänke in Blausteiner
Mitte des 19. Jahrhundert.

 

8. Hofanlage Glockenlandstr. 10
Fassade und dazugehörige Dachfläche einer
zweigeschoss. Backstein -Winkelhofanlage
von 1768 lt. Ankersplinte (Befestigungseisen).
Übrige Gebäudeteile sind nicht als Denkmal anzusehen, da viele bauliche Veränderungen.

 

9. Wohnhaus Mellerstr. 6-8
Zweigeschossiger Backstein - Bau in sechs zu drei Achsen
aus der zweiten Hälfte des 19. Jh.,
Türgewände und Fensterbänke in Blaustein.
(ehemals Kaplanei)

10. Wohnhaus Sebastianusstr. 43, 45
Zweigeschossiges Wohnhaus zu fünf
Achsen und drei Achsen mit Giebelchen
aus der zweiten Hälfte des 19. Jh.,

Nr. 45 um 1900, Tür in Blaustein

11. Wohn- Geschäftshaus Lambertusstr./Hügelstraße

Der ehemalige zweigeschossige Posthof an der Ecke Lambertusstraße / Hügelstraße bildet insbesondere mit der gegenüberliegenden Kirche ein Ensemble. Das fünf zu zehnachsige Gebäude wurde in den 20-er Jahren verputzt, ohne jedoch die ursprüngliche Gliederung zu verändern. Auf das alte Walmdach wurde ein Zwerchgiebel mit dem Zierrat der 20-er Jahre gesetzt. Neben der Gaststätte ist noch die Toreinfahrt für die Postwagen vorhanden.

12. Hofanlage mit Mühle, Talmühlenstr. („Lennarz Mühle“)
Vierflügelige Backstein - Hofanlage, Hauptgebäude zweigeschossig zu drei Achsen, Mansardendach, Giebelseite zu drei zu vier Achsen. Vorbau mit Mühlrad.

Aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert, Holztür Ende 18. Jahrhundert, zweigeschossiger, dreiflügeliger Fachwerk - Vorhof.
12. Hofanlage mit Mühle, Talmühlenstr. („Lennarz Mühle“) Ostseite

Verdeckt rechts daneben
das überdachte Mühlrad

12. Hofanlage mit Mühle, Talmühlenstr. („Lennarz Mühle“) Das alte Mühlrad

13. Kapelle vor Boverath (Ansicht von Osten)
Die Boverather Kapelle befindet sich in freier Lage etwa auf halbem Weg zwischen Dremmen und dem seit dem 14. Jahrhundert urkundlich belegten Weiler Boverath, am Knotenpunkt mehrerer Straßen und Wege.
Im Urkataster von 1824 / 25 wird das angrenzende Flurstück als "Hinterm Heiligenhäuschen" bezeichnet. Dies muss als sicherer Beleg für das Vorhandensein einer Kapelle gelten, auch wenn die Tranchot- (1806 / 07) und Preußischer Uraufnahmen (1840erJahre) eine solche nicht verzeichnen. (Tranchot, franz.Geograph 1752 – 1815)


Sicher überliefert ist hingegen, dass die heutige Kapelle insbesondere während der Weltkriege häufig von Gläubigen besucht wurde und dies auch heute noch wird.
Bei der dem 19. Jahrhundert entstammenden Kapelle handelt es sich um einen kleinen Backsteinbau, dessen apsidaler 3/8 Schluss (vorspringender Gebäudeteil) nach Westen gerichtet ist, so dass Ansicht und Zugang des Inneren von der östlich benachbarten Wegekreuzung aus erfolgen können. Der Außenbau ist seit den 1960er Jahren weiß geschlämmt, das Dach mit erdbraunen Flachziegeln in Bieberschwanzverlegung mit deutlich hervortretenden Gratziegeln eingedeckt. Einzige auszeichnende Elemente des schlichten, fensterlosen Baues sind ein Deutsches - Band - Fries unterhalb der Traufe und eine kleine (leere) Nische über der geraden Sturzmauer der Tür in der östlichen Stirnseite.
Tür und Inneneinrichtung (u.a. ein Ikonenbild) sind modern. Dem Gebäude zugehörig ist eine für Feldkapellen typische Baumgruppe, die in der ansonsten ausgeräumten Flur weithin sichtbar ist.

Die Boverather Kapelle ist ein bedeutendes Baudenkmal gemäß § 2, DSchG NW (Denkmalschutz-Gesetz von Nordrhein-Westfalen). An ihrer Erhaltung und Nutzung besteht ein öffentliches Interesse aus wissenschaftlichen, insbesondere orts- und religionsgeschichtlichen Gründen.

Die 13 denkmalgeschützten Objekte
in Dremmen
Beschreibung, Baujahr, rechts Tag der Eintragung und lfd. Nr. Denkmal-Liste.

    1. Kath. Pfarrkirche St. Lambertus
    um 1500, 1834-1835
    16.01.1984
    11
    2. Kapelle in Dremmen-Herb
    um 1900
    16.01.1984
    6
    3. Wegekreuz Erkelenzerstr. / Schusterweg
    um 1894
    16.01.1984
    4
    4. Hofanlage Jägerstraße 2
    Bj. 1862
    16.01.1984
    9
    5. Hofanlage Jägerstraße 6
    Bj. 1866
    16.01.1984
    8
    6. Hofanlage Jägerstraße 10 (Fassade)
    um 1850
    16.01.1984
    10
    7. Hofanlage Jägerstraße 43
    um 1850
    16.01.1984
    7
    8. Hofanlage Glockenlandstr. 10 (Fassade)
    Bj. 1768
    24.07.1996
    5
    9. Wohnhaus Mellerstr. 6-8
    1850 - 1900
    16.01.1984
    12
    10.Wohnhaus Sebastianusstr. 43, 45
    1850 - 1900
    16.01.1984
    13
    11.Wohn- Geschäftshaus Lambertusstr. 16
    Bj. ?, Änd. ab 1920
    23.12.1986
    107
    12.Hof mit Mühle, Mühltalstraße (3 Bilder)
    1750 - 1800
    16.01.1984
    15
    13.Kapelle Boverath
    ab 14.Jh ?, ab 19. Jh.
    17.12.1997
    118

     

    Zu den Herkunftsdaten siehe Beschreibung der Denkmalbehörde bei den Abbildungen.