Heimatabende


 

Einladung

Zu unseren traditionellen Heimatabenden am


15. und 16. Oktober 2018 (Mo / Di)
um 19:30 Uhr
in der Gaststätte Sängerheim

laden wir Sie herzlich ein. Auch Ihre Freunde, Nachbarn und Bekannte sowie alle Dremmener Heimatfreunde sind gern gesehene Gäste.

Wir freuen uns wieder auf ein geselliges Beisammensein. Wie immer bieten wir Ihnen viel Information und abwechslungsreiche Unterhaltung in gemütlicher Atmosphäre. Das Programm ist an beiden Abenden gleich.



 

Mit freundlichen Grüßen 

Karin Schumann

1. Vorsitzende

 

 

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Bericht zu den Heimatabenden am 19. / 20. Oktober 2015

Diese fanden diesmal zwei Wochen später als üblich statt, aber wie gewohnt vor vollbesetztem Haus in der Gaststätte Sängerheim. Es ist schon bemerkenswert, dass unsere Veranstaltungen so gut besucht werden, obwohl wir keine auswärtigen Künstler oder Bands verpflichten. Vielleicht liegt es daran, dass unsere Mitglieder das Programm aktiv mitgestalten und die Besucher durch gemeinsames Singen einbezogen werden. Oder es liegt daran, dass die Mundart nach wie vor viele Freunde hat. Denn die Liedtexte wie auch die Vorträge und Sketche sind größtenteils auf "Drömmer Platt" verfasst. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die unverzichtbare Jahresschau in Bild und Ton, die viele Interessenten anzieht.

Zu Beginn berichtete die Vorsitzende Cäcilia Schröter über die Aktivitäten des Heimatvereins seit Bestehen im Jahr 1952. Damit wollte Sie Antwort geben auf die Frage, was der Verein eigentlich so macht, denn vieles geschieht, ohne sofort erkannt zu werden. Es kam eine Menge zusammen, nachzulesen im Heftchen "50 Jahre Verein der Heimatfreunde Dremmen" aus dem Jahr 2002 Die Neubenennung von Straßennamen, die Wiederentdeckung der Katharinenglocke, der Erhalt des Boverather Kapellchens, die Aufstellung des Schusterdenkmals gehören dazu. Neben den regelmäßigen Arbeiten gab es immer wieder besondere Einzelaktionen. So zuletzt die Rückholung z.B. des großen St. Lambertus-Wandbildes und die Restaurierung von 5 kunsthistorisch wertvollen Heiligenfiguren, die inzwischen wieder in der Kirche aufgestellt sind. Sie sind gleichsam eine Würdigung an die Opferbereitschaft der damaligen Stifter.

Schon seit dem ersten Heimatabend im Jahr 1952 gehörte das Singen von Volksliedern zum Programm. Auch heute, 63 Jahre später, konnten die Besucher ihre Sangeskunst wiederum unter Beweis stellen. Helmut Heitzer hat in den letzten Jahre bekannte Volkslieder ausgewählt und nach deren Melodie neue mundartliche Strophen getextet, die sich gemäß Überschrift mit bestimmten Eigenarten in Dremmen befassen und über frühere Begebenheiten berichten: "En Drömme" (Das Wandern ist des Müllers Lust), "Di Drömmer Aat" (Ein Jäger aus Kurpfalz), "Duu on damals" (Es klappert die Mühle am rauschenden Bach). Auch traditionelle Lieder durften nicht fehlen, wie das "Klompelied" (Alle Vögel sind schon da) oder das zur Dremmener Nationalhymne gekürte Lied vom "Drömmer Baanepool". Durch die Kombination von Volkslied und Mundart bleibt beides in Erinnerung. Cäcilia Schröter trug drei amüsante Gedichte unseres verstorbenen Ehrenmitglieds Leo Gillessen vor: "Vleeje" (die Fliegen), "Di jruete Mong" (der große Korb) und "Wie et fält" (Wie das Tröpfchen fällt). Anneliese von den Driesch unterstrich mit ihrem Gedicht "Ee kleen Drömmer Jebät" (ein kleines Dremmener Gebet) ihren ausgeprägten Sinn für die Mundart. Zusammen mit Karin Niggemann präsentierte sie im Duett das Lied "Wie et vrööjer woar" (Wie es früher war) von Hans Dohmen - ein beeindruckender Auftritt im zeitgemäßen Outfit.

Fritz Crommen, unser Mann für Vorträge in Bild und Ton, war im Vereinsarchiv fündig geworden und zeigte imposante Bilder über die Schiefereindeckung der Kirchtumspitze im Jahr 1967. Im Vergleich zu heutigen Sicherheitsvorchriften eine waghalsige Arbeit. Schmiedemeister Jakob Nießen, der bei dieser Gelegenheit die schwindelerregenden Außenarbeiten an der Kirchtumsuhr vorgenommen hatte, konnte als Besucher des Heimatabends noch nachträglich den gebührenden Applaus im Empfang nehmen. Die ebenfalls von Fritz Crommen zusammengestellte Jahresschau, wie immer der abschließende Höhepunkt, ließ die Zuschauer noch einmal auf die Veranstaltungen der Ortsvereine und die Wanderausflüge des Heimatvereins zurückblicken. Das Interesse ist ständig groß, da sich viele darin wiederentdecken können.Mit dem obligatorischen Abschiedslied "Nu latt Atschüss oss saare" endeten einmal mehr zwei hervorragende Heinmatabende. Die sehr zufriedene Vorsitzende bedankte sich bei allen Besuchern und Akteuren, verbunden mit der Hoffnung, dass auch im nächsten Jahr wieder Heimatabende stattfinden. Denn dazwischen liegt die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen des Vorstandes. Leider mangelt es vor allem an einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für die langjährige Vorsitzende. 

 

Bericht zu den Heimatabenden am 6. / 7. Oktober 2014

Ein "Fehltritt" unserer Vorsitzenden Cäcilia Schröter war schuld daran, dass sie an den Heimatabenden nicht teilnehmen konnte. An ihrer Stelle hatte der Stellvertretende Vorsitzende Helmut Heitzer die Organisation und Moderation übernommen. Er teilte mit, sie habe die Hüft-Operation gut überstanden, sei aber noch im Krankenhaus und würde sich den Heimatabend im Fernsehen ansehen, der von der ARD und dem ZDF ausgestrahlt würde. Die Besucher waren überrascht und der Versammlungsleiter musste eingestehen, dass hiermit wohl die Allgemeinen Rundfunkanstalten Dremmen und das Zweite Dremmener Fernsehen gemeint sind. Wobei ihm beigepflichtet wurde, dass die Heimatabende durchaus mehr Erfreuliches bieten als manche Kochvorführung und die vielen Negativschlagzeilen. 

Nach den besten Genesungswünschen an die Vorsitzende begrüßte er die zahlreichen Besucher, darunter viele Ehrengäste. Er bedankte sich vorab bei allen Mitwirkenden und motivierte alle übrigen, selbst mit Vorträgen zum Gelingen beizutragen. Insbesonders sollten Neuzugezogene eingebunden werden, um über ihren früheren Heimatort zu berichten oder über ihre Erfahrungen in der neuen Ortsgemeinschaft. Jugendlichen böte sich auf der Bühne des Heimatvereins die vielfältige Möglichkeit, ihr Talent unter Beweis zu stellen - frei nach dem Motto DSDS, Dremmen sucht den Superstar.

Das Programm war ausgerichtet auf den Rückblck auf frühere Zeiten. Ein fester Bestandteil der Heimatabende ist das Singen bekannter alter Volkslieder, die zudem von Helmut Heitzer mit mundartlichen Texten versehen werden. So stand am Anfang das Lied "Schön ist's im Sängerheim" nach der Volksliedmelodie "Schön ist die Jugend". Dem Älterwerden solle gelassen entgegen gesehen werden, denn "di Tiit löp ömmer wier, do hölp kee klaare", selbst wenn ein Traum zerbricht. Anneliese von den Driesch trug das Gedicht "Et Jievelschuure" unseres verstorbenen Ehrenmitglieds Leo Gillessen vor, Es erinnert an einem recht harmlosen Unfug aus der Jugendzeit, mit Steinen an den gemauerten Giebelwände zu scheuern. Im Innern wurde dadurch ein gehöriger Lärm ausgelöst. Im Vortrag "Aa-looche of Uut-looche" stellte sie den feinen Unterschied zwischen Anlachen und Auslachen heraus, was mitunter bei dem Betroffenen für Missverständnisse sorgte. Das zweite Lied stellte die Frage: "Wetste, wii dat vrööjer woar?", gesungen nach dem Volkslied "Horch, was kommt von draußen rein". In vierzehn Mundart-Strophen wurden nahezu alles aufgezählt, womit sich die Jugend früher die Zeit vertrieb. Dazu gab es in Dremmen reichlich Gelegenheit. An damals noch schneereichen Wintertagen ging es zum "Wäeres" oder zur "Müüser Wej" zum Schlittenfahren. Die zugefrorenen Benden boten eine riesengroße und ungefährliche Schlitschuhbahn. Im Herbst wetteiferte man auf den abgeernteten Feldern mit selbst gefertigten Windvögeln. Kirmeszeit, zweimal im Jahr, war Karussellenzeit. Das Fahren kostete nur wenige Groschen, einige lockten bei Geschicklichkeit mit Freifahrten. Die noch relativ freien Straßen verleiteten sogar zum Rollschuhfahren. "Selke-spräänge, Höppele on Kölsche" waren alltäglicher Zeitvertreib. Auch die schmalen Gassen zwischen Häusern und Hecken wurden gern genutzt, zum Nachlaufen, Versteckspielen u.ä. Damals machten wir uns als Kinder eben noch "vöel Freud vör wenesch Jält".

Historische Bilder durften nicht fehlen. Unserem Geschäftsführer Fritz Cromen war es gelungen, die allerersten Fotos über das Geschehen in den Jahren 1958 und 1959 ausfindig zu machen. Nach Digitalisierung konnte er sie dem begeisterten Publikum vorführen, von den sich viele darauf wiederfanden. In ausgezeichneten Kostümen präsentierten Anneliese von den Driesch und Karin Niggemann den Sketch "Die emanzipierten Frauen". Eine gesangliche Meisterleistung. Leo Rüber berichtete über die Anfänge der "Drömmer Feuerwehr". Auch wenn sie schon damals nicht dem "Pötten" (mehrere Gläser Bier trinken) abgeneigt waren, so seien die doch bei einem absichtlchtlichen Fehlalarm rechtzeitig und pflichtbewusst zur Stelle gewesen. Helmut Heitzer hatte ein neues Lied über die "Drömmer Wietschafte" getextet nach der Volksliedmelodie "Im grünen Wald, da wo die Drossel singt". "Et woar su schön, als man duer Drömme jing, an jede Eck en Wietschaf vör desch sting", heißt es zu Recht am Anfang, denn heutzutage sind nur noch zwei übrig geblieben. Anschließend wurden einige der bekanntesten früheren Gaststätten besungen. Ein kurzes Zitat daraus: "Man troof sesch ejen Wietschaf jeden Daach, do woar jet loss wie en d'r Duuveschlaach" (Taubenschlag).

Die Jahresschau in Bild und Ton, wie immer vorbildlich zusammengestellt und vorgeführt von Fritz Crommen, zeigte eine große Auswahl aus den Veranstaltungen der Ortsvereine. Die Fotos von der Busfahrt zum Lago Maggiore und der Wanderwoche an der Mosel ließen bei den Teilnehmern noch einmal Erinnerungen wach werden und waren für viele Anreiz, bei den nächsten Touren auch mit von der Partie zu sein. Nach diesem stets mit Spannung erwarteten Höhepunkt folgte das Abschlusslied "Nu latt Attschüss oss saare". Moderator Helmut Heitzer bedankte sich bei allen Anwesenden für ihren Besuch und konnte allen Mitwirkenden bescheinigen, ein tolles Programm geboten zu haben. Den Damen überreichte er die wohlverdienten Präsente. Dem starken Beifall war zu entnehmen, dass die beiden Heimatabende wieder ein voller Erfolg waren.  

 

Bericht zu den Heimatabenden am 7. / 8. Oktober 2013
Der Heimatabend stand im Zeichen der Reaktivierung der Bahnlinie Heinsberg - Lindern. So hatte Helmut Heitzer das Volkslied "Wem Gott will rechte Gunst erweisen" mit dem Mundart-Text ergänzt: "döm jef häe och en Iiserbaan". Weitere Strophen beschrieben die Vorzüge der neuen elektrifizierten Rurtalbahn gegenüber dem Vorgänger, dem lauten und dampfenden "Bäängeströöper". Allerdings blieb das Fehlen eines Wartesaals nicht unerwähnt. Mit dem Lied "Willst Du mich noch einmal sehn, musst Du mit zum Bahnhof gehn" wurde noch einmal an die Annehmlichkeiten früherer Zeiten erinnert, als gesungen wurde: "In dem gro-o-ßen Wartesa-a-al, Schatz, da haste mich, da kannste mich zum allerletzten Mal". Darauf muss heute verzichtet werden und somit hieß es am Ende: "Wartesaal, wat woarste schön, leider gibt's kein Wiedersehn".

Die Vorsitzende Cäcilia Schröter trug das Mundart-Gedicht von Peter Nobis vor, das die Anfänge der ursprünglichen Eisenbahn im Nachbachort Porselen schilderte. Sie stieß bei Wenkel-Fritz als Eigentümer einer Parzelle auf bewaffneten Widerstand, wofür er "brummen" musste. Letztlich aber waren seine sechs Monate Haft vergeblich: "De Iiserbaan, de Iiserbaan, die könnt, do mack och Fritz nix draan!", ließ uns der Verfasser wissen und Porselen bekam seinen Anschluss. In Ihrem Vortrag Bahnromantik bedauert Cäcilia Schröter, dass der alte Bahnhof, der heute nicht mehr benutzt wird, zu einem Schandfleck heruntergekommen ist. Genaueres wusste sie von den damaligen Warteräumen zu berichten. "Enne jruete Bäreklau" (runder, eiserner Ofen) sorgte für wohltuende Wärme. Der Holzfußbden wurde mit Öl eingerieben, "on dat stonk janz schön". An den Wänden standen "däftije hootere Bänk", aber im kleineren Wartesaal für die erste und zweite Klasse waren diese gepolstert. Im Gegensatz zu den modernen Kartenautomaten, die viele abschreckt, gab es damals noch den persönlichen Service am Schalter: "man kreesch noch jenau jesooch, wo man ömsteige moosch on wie et wier jing". Die großen Dampfloks mit über hundert Waggons der Glanzstoffwerke sorgten für Aufsehen. Die Bahnschranken wurden bei den Kindern zur Kletterstange: "Wenn die Schranke huur jinge, honge se sesch dodran on liete sich e Stök met huer träkke." Im Krieg brachte die Bahn auf Plateauwagen Flakgeschütze heran und ein Heinsberger Zugbegleiter hat damit drei feindliche Flugzeuige abgeschossen. Nach dem Krieg, "en di schlääschte Tiit, kieme de Hamsterzösch". Auf Puffern, Dächern und Trittbrettern kamen die hungernden Städter aufs Land, um sich mit "Ärpel on Jemöös, Eier on Botter" einzudecken. Nicht immer brachten sie Tauschwaren mit, in einem Nachbachort gründete sich eine Bürgerwehr "täeje dr Ärpelsklau". Einen Nachteil hatten die alten qualmenden Dampfloks für alle, die direkt an der Bahn wohnten. Wer morgens die Wäsche zum Trocknen aufgehängt hatte, musste in Kauf nehmen, dass die "ovves döks sue schwott woar, dat se noch ens jewaische moosch wäede". Aber mit etwas Unvergesslichem erfreute uns die alte Bahn in jedem Fall, das war und bleibt der "Baanepool". Ein einfaches Wasserloch oder Pfuhl ("Pool") zur Entwässerung des Bahndamms hat es bis zur wohl beliebtesten "Hymne" in Dremmen geschafft. Die Besucher erfuhren, wo es sich befunden hatte, und sangen gemeinsam das bekannten Lied "Leb wohl, leb wohl, leb wohl, du Drömmer Baanepol". Ob die neue Bahn in der Zukunft zu einem ähnlichen Ruhm gelangt, bleibt abzuwarten.

Der Stolz auf Dremmen kam im Lied "Du Drömmer Land" zum Ausdruck mit dem Refrain: "Ich halte dir die Treue, weil du so schön bist, unser Heimatland". Unser Ortsvorstehender und Stellvertretender Bürgermeister Albert Heitzer trug das Gedicht "Mii Drömme" vor, worin der unbekannte Verfasser zahlreiche Anekdoten zusammengetragen hatte. Wie üblich sorgte Anneliese von den Driesch, unser verdientes Ehrenmitglied, wiederum für amüsante Unterhaltung. Ihr Gedicht "Dr Krentewäk" (Korinthenweißbrot) und die zwei Stöckskes "Wat en de Schöl alles passeere kann" ließen die Alltagssorgen rasch vergessen. Dazu zählte auch der Vortrag von Cäcilia Schröer über "Di vertuuschde Jeet" (Die vertauschte Ziege). Mit der obligatorischen "Jahresschau in Bild und Ton", ein fester und mit Spannung erwarteter Höhepunkt der Heimatabende, ließ Geschäftsführer Fritz Crommen die Geschehnisse eines Jahres Revue passieren. Das Abschlusslied "Nu latt Attschüss oss saare" beendete wie immer die Veranstaltung, wobei es an reichhaltigem Applaus für alle Mitwirkende nicht fehlen konnte.

 

Bericht zu den Heimatabenden am 15./16. Oktober 2012

Zum 60-jährigen Bestehen konnte der Verein der Heimatfreunde Dremmen E.V. an beiden Tagen wieder viele Heimatfreunde und Ehrengäste begrüßen, darunter Bürgermeister Wolfgang Dieer, der selbst ein ausgezeichneter Mundartkenner ist. Die Vorsitzende Cäcilia Schröter eröffnete die Veranstaltung in der Gaststätte Sängerheim mit einem Rückblick auf die großartige Entwicklung des Vereins. Aus anfänglich 58 Mitglieder im Gründungsjahr 1952 wurden inzwischen über 500. Viele Wanderfreunde aus der näheren Umgebung wissen unsere Aktivitären zu schätzen. Der Begriff Heimat hat wieder an Zugkraft gewonnen, so das Resümmee der Vorsitzenden. Brauchtumspflege, Bewahung von Kulurgütern und Erhalt der Muttersprache "Drömmer Platt" zählen nach wie vor zum vorrangigen Aufgabengebiet.

So würdigte denn auch Anneliese von den Driesch mit trefflichen Mundartversen den Werdegang des Vereins. Ihr anschließendes Mundartgedicht "E reschtesch läkker Äete" zeigte humvorvoll die Auwirkungen eines Kohlgerichts auf. Cäcilia Schröter wusste im Vortrag "Vör d'r Nuetfall" über ein Mittelchen zu berichten, das in manchen Situationen für Abhilfe sorgen kann. Das Lied "Esch hau ens ene Lopp", überliefert von einem benachbarten Heimatverein, schilderte den Ablauf, wie sich ein Leinenlappen in einen "Affen" (Rucksack) verwandelt, der auf dem Hariksee zur See fuhr.

Die Tradition, auf Volksliedmelodien mundartliche Texte zu verfassen, wurde auch in diesem Jahr vom zweiten Vorsitzenden Helmut Heitzer fortgesetzt. Aus "Schön ist die Jugend" wurde "Schön ist's im Sängerheim" bzw. die Mundartversion "Et kütt sue wie et kütt". Ein durchaus gefühlvoller Hinweis, sich auch im Alter an den schönen Dingen des Lebens zu erfreuen. "Auf de schwäb'che Eisenbahne" gab die Vorlage zum zweiten Mundartlied "Drömmer on Brööker". Dabei wurde Gegensätzliches nicht verschwiegen, aber stets blieb die Hand zur guten Nachbarschaft ausgestreckt.

Anneliese von den Driesch und Karin Niggemann begeisterten diesmal mit dem Sketch "Die Heiratsvermitlung". Der tief in der Dremmener Mundart verwurzelten Redensart einer älteren, heiratswilligen Dorfbewohnerin stand die wohlfeine, hochdeutsche Ausdrucksweise der adeligen Heiratsvermittlerin gegenüber. Die amüsanten Dialoge wurden in gekonnter Manier vorgetragen. Die Jahresschau von Geschäftsführer Fritz Crommen bot wie immer einen umfassenden Rückblick in Bild und Ton auf das vielseitige Geschehen im Ort. Mit dem Lied "Nu latt Attschüss os saare" endeten die jeweils zweistündigen Veranstaltungen. Ein rundum zufriedene Vorsitzende bedankte sich bei den Besuchern und Aktivisten und schloss mit den Worten: "Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt, Heimatabend der Heimatfreunde Dremmen. ".